ÄGYPTEN REISE 2008

Hinflug: Auf nach Afrika

10 Mär 2008

unsere Boeing 757

Flug von München (Germany) nach Hurghada (Egypt):

Abflug München, MUC (Franz-Josef-Strauß Flughafen)
Abflugzeit: 08:50
Ankunftszeit: 14:05
Flugzeit: 04:15 Std
Fluglinie: Condor
Flugnummer: DE 168
Flugzeug: Boeing 757-300

Melanie hatte entschieden uns zum Flughafen zu bringen. So sparten wir Zeit, weil wir nicht das Auto bei IRL abgeben mussten und auch das Geld für die dortige Parkgebühr. Um 5 Uhr früh wurde Mutter abgeholt, und dann ging es schon über die Autobahn Richtung München. Fast hätten wir es ohne Probleme geschafft, doch kurz vor dem Flughafen Stau! Gut daß wir noch etwas Zeit eingeplant hatten. Nach 15 Minuten löste sich die Blechlawine auf, und weiter ging die Fahrt.

Um 06:45 waren wir beim Terminal-Eingang angelangt. Rasch war unser Gepäck ausgeladen. Noch einmal konnte ich meinen Schatz umarmen - ein seltsames, uns unbekanntes Gefühl - noch nie waren wir so lange ohne den Anderen. Sie wird mir fehlen, das ist klar!

Dann ging es rasch weiter. Alle Condor-Schalter waren geöffnet, und wir mussten nicht mal 10 Minuten warten. Ich wusste, daß mein Koffer etwas über den erlaubten 20 kg lag, der meiner Mutter etwas darunter. Dazu hatte sie noch ihre Nordic Walking Stecken in einer Kunststoffhülle extra.
Mein Rucksack, als Handgepäck, war zum Bersten voll (Reisepapiere, das große Zoom, alle Ladegeräte für die Akkus der Kameras, des Blitzes und des Handys, dann noch Sweatshirt und Jacke, denn wenn ich an Board friere, kann ich nicht schlafen). Die Kameratasche war wie immer extra.
Mutters Rucksack war hauptsächlich mit Zeitschriften, einer kleinen Wasserflasche und viel Luft gefüllt. :-)

E-Ticket, Pässe und die Meilensammlerkarte vorgezeigt, "Schleifchen" auf die Gepäckstücke, Boardkarten ausgehändigt. Das war es dann auch schon. Weiter zu den Sicherheitschecks, davor noch mal schnell aus der Wasserflasche getrunken (wir schafften nicht alles, der Rest musste da bleiben) und auch da durch. Mama schüttelte wieder den Kopf, wie auch schon Tage davor, als ich ihr die (für sie neuen) Einschränkungen erklärt hatte. Flüssiges max. 100 ml, Klarsichtbeutel, Nagelfeilenproblem, Haarsprayproblem, Stilkammproblem... Blabla-Problem, Blabla... usw. Sie konnte nicht verstehen, dass die Mitnahme einer Flasche Mineralwassers eine Gefährdung darstellen könnte. Ganz ehrlich, ich auch nicht! Aber jemand könnte vielleicht dann doch... in seinem verrückten Hirn etwas ausspinnen. Da sieht man es wieder, wir denken anders. Egal!

Der Duty-Free- und Wartebereich.

Foto: Der Duty-Free- und Wartebereich.

Nach dem Metall-Detector-Rahmen kamen wir auch schon in den letzten Bereich vor dem Boarding mit den Duty-Free-Shops. Ich nenne ihn gerne "Vor-dem Fliegen-noch-ein-Schnäppchen-machen-Bereich". Hier erstand ich eine Flasche Jacky - medizinische Notfall-Versorgung sozusagen.

Nun mussten wir uns noch ein wenig in Geduld üben und 30 Minuten vor der geplanten Startzeit begann das Boarding. Leider hatten wir keine Plätze nebeneinader bekommen, aber nicht schlimm. Es ist nur ein kurzer Flug nach Hurghada.

In der absolut vollen Maschine erhielten wir schon bald nach dem Start eine warme Mahlzeit mit einigem dazu. Auf dem Tablett befand sich ein deftiges Frühstück mit obligatorischem Plastikbesteck.

On-Board-Essen.

Foto: On-Board-Essen.

  • Nudel-Paprika-Gemisch mit Wurst (in brandblasen-heißer Schale)
  • Stückchen Käse, Schinken und Butter mit Laugensemmel
  • Fruchtjoghurt
  • Marmelade
  • Kaffee oder Tee
  • Erfrischungsgetränk

Das warme Essen war geschmacklich eher fad, die Nudeln zu weich. Aber das ist bei dieser Art von Essen sicherlich nicht einfach.

TIP: Wer sich beim Öffnen der heißen Schale nicht die Fingern verbrennen will, schneidet mit dem Messer ein paar Längsschlitze und wartet eine Minute. Die heiße Luft kann dadurch entweichen und die Aluabdeckung kühlt rascher ab.

Vom Flug selbst gibt es sonst nicht viel zu berichten, durch den Gangplatz blieb mir ein guter Blick aus den Fenstern verwehrt. Natürlich gab es einen Spielfilm via Deckenmonitore, der mich jedoch nicht interessierte. Ich las lieber im Marco Polo, machte mir die ersten Notizen über die Reise und auch ein kurzes Nickerchen.

Passagierkabine der Boeing 757-300.

Die Route führte laut der auf den Monitoren eingeblendeten Landkarte zuerst in etwa der jugoslawischen Küste entlang, dann über Griechenland und das Mittelmeer hinweg. Kairo wurde in einem leichten Bogen westlich umflogen und dann Hurghada direkt angesteuert.

Hier im Flugzeug wurde uns auch das kleine formular für die Einreise ausgehändigt, das jeder ausfüllen muss - und dann bei der Einreise abgeben. Also hieß es Name, Geburtsdaten, Nationalität, Pass-Nummer, Hotel, Reisedaten usw. ausfüllen und den Zettel im Pass aufbewahren.

Im ägyptischen Luftraum war die Sicht nicht besonders, man konnte kaum den Boden erkennen, weil stärkerer Wind den Sand aufgewirbelt hat. Langsam aber sicher näherten wir uns unserem Ziel am Roten Meer. Der Sinkflug begann.

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