ÄGYPTEN REISE 2008

Hotel und Strand: Guten Morgen, Moschee

12 Mär 2008

Pünktlich um 04:30 Uhr läutete das Telefon. Der automatische Weckruf für meinen Ausflug zur Moschee in der Altstadt von Hurghada. Ich hatte davon schon Fotos im Internet gesehen, die mich zu diesem frühmorgendlichen Trip gebracht hatten.

15 Minuten später war ich in der Lobby, wo auch schon der Fahrer auf mich wartete und los ging es bei dunkler Nacht in einem blitzsauberen Mittelklassewagen koreanischer Marke.

Bei der Fahrt erinnerte ich den Fahrer nochmals, daß ich die große Moschee suche - nicht irgendeine. Nach kaum 10 Minuten waren wir bei einer Moschee angelangt. Fehlanzeige, das konnte nicht die große sein. Wir fahren weiter, stoppen kurz bei einem schon geöffneten Geschäft, wo sich der Fahrer erkundigt - und weiter geht die Fahrt.

Nun um 05:00 Uhr stoppen wir bei der nächsten Moschee. Das soll sie also sein. Ich hatte das Foto vom Internet nicht mehr im Kopf. Ist sie das? Hatte die auf den Fotos nicht zwei Minarette? Egal. Der Fahrer parkt das Auto außerhalb meines Fotowinkels, und ich baue mein Stativ samt Kamera auf.

Moschee in dunkler Nacht.

Foto: Moschee in dunkler Nacht.

Während der Muhezzin, der Vorbeter, noch seine letzten Worte über die Lautsprecher schallen läßt, mache ich erste Aufnahmen der beleuchteten Moschee in dunkler Nacht. Und bald erkannte man den heran kommenden Tag am sanften heller werden des Horizonts.

Kurz die Aufnahmen am Monitor der Kamera kontrolliert. Passt!

Moschee bei Morgendämmerung.

Foto: Moschee bei Morgendämmerung.

Kaum ist das Gebet zu Ende und die Beleuchtung der Moschee erlischt, da erkenne ich eine arabisch gekleidete Gestalt am Eingangstor-Gitter. Mein Fahrer ging hin und sprach mit ihm. Er, der Muhezzin, wollte mich einladen etwas näher zu kommen, in den Vorgarten der Moschee. Dieser Einladung kam ich natürlich gerne nach.

Moschee-Vorplatz.

Foto: Moschee-Vorplatz.

Und so machte ich auch noch ein paar nähere Aufnahmen und noch ein paar von der schattenspendenen Holzkonstruktion, die im heißen Sommer das Beten von Gläubigen, die wegen Überfüllung der Moschee draußen bleiben müssen, erleichtern soll.

Obwohl ich grundsätzlich mit den Aufnahmen zufrieden war, wurde ich doch immer sicherer, daß dies nicht die große Moschee Hurghadas war. Mal sehen, das werde ich noch herausbekommen.

Sonnenaufgang.

Foto: Sonnenaufgang.

Zurück im Hotel ergriff ich noch die Gelegenheit für einige Morgenaufnahmen am Strand und der langsam aufsteigenden Sonne, bevor ich meine Mutter weckte, und wir zum Frühstück gingen.

Ach ja, wenige Stunden bevor ich am Morgen zur Moschee gefahren war, so gegen zwei Uhr nachts, hatte es für ein paar Minuten geregnet. Ich hatte es nicht mitbekommen, aber es war Tagesgespräch im Hotel. Kein Wunder, es regnet nicht sehr oft in Hurghada.

Terrasse des Blue Water Dive Resorts.

Foto: Terrasse des Blue Water Dive Resorts.

Noch am frühen Vormittag ging ich wieder zum Blue Water Dive Resort um die Bootsausfahrt zu fixieren. Fahrid trug mich für den nächsten Tag ein. Perfekt! Ich kann mir morgen auch noch zum Schnorcheln einen Anzug ausborgen und für das Essen auf dem Boot ist auch gesorgt (für nur 30 ägyptische Pfund, ca. € 4,-, für den Kapitän, der etwas dazu verdienen darf).

Wohngebäude des Arabella Azur Hotels.

Foto: Wohngebäude des Arabella Azur Hotels.

Auf dem Rückweg schoß ich noch ein paar Fotos von den Zimmerbereichen des Arabella Azur Hotels und von Blumen, die hier immer so herrlich blühen.

Dann ging es zum Schnorcheln ans Hausriff, weil am Vormittag noch keine Ebbe ist. Dadurch kann man von der seitlich der Marina-Bar ins Wasser führenden Metalleiter leichter über die ersten seichten Stellen hinweg schwimmen und zur besonders interessanten Riffkante gelangen. Die an der Landzunge ganz vorne liegende Leiter habe ich nie benutzt, weil dort das Meer unruhiger ist.

Nachmittags hatte ich wieder viel Spaß beim Beach-Volleyball hinter der Pool-Bar und die restliche Zeit verbrachte ich mit den umfangreichen Benutzer-Handbüchern meiner Nikon D80 und des neuen Blitzes.

Handtuch-Kunstwerk der Zimmer-Boys.

Foto: Handtuch-Kunstwerk der Zimmer-Boys.

Nach dem Abendessen besorgten wir uns Ansichtskarten und schauten in unserem Zimmer ein wenig Fußball, HSV gegen Leverkusen.

Zum Schlafen war es für mich noch zu früh, und so erfrischte ich mich mit ein paar Cuba Libre, bevor ich mich der Welt der Träme hingab.

Weiter zum nächsten Tag mit dem Bootsausflug zum Riff.