MALLORCA REISE 2008

Ankunft

08 Feb 2008

Ich wurde erst aus meinem erholsamen Schlaf geweckt, als wir uns auf dem Landeanflug auf Palma befanden, das mit der Sicherheitsgurt-Ansage durch die Lautsprecher angekündigt wurde. Davor hatte ich im Halbschlaf nur einmal eine Durchsage vernommen - als wir St. Tropez überflogen und das Meer erreicht hatten.

Wir näherten uns dem Flughafen von Westen, langsam verloren wir an Höhe und bei einem letzten Linksschwenk konnten sogar wir auf den Mittelsitzen für einige Sekunden einen Blick auf Palma durch die linken Fenster erhaschen.

Ohne eine Warteschleife stachen wir auf den mallorquinischen Flughafen hinunter. Ein kräftiger Ruck und schon waren wir gelandet.

unsere Boing 737-800 gelandet in Palma

Foto: Gelandet in Palma auf Mallorca.

Obwohl es nun bereits nach 8 Uhr war, begann erst jetzt das Sonnenlicht die Insel einzunehmen. Mallorca liegt doch wesentlich westlich von München - in etwa wie Barcelona, aber noch weiter südlich.

Kurzinfo zur Insel Mallorca: Sie ist die größte der Balearen-Inseln (östlich dem spanischen Festland, im westlichen Mittelmeer) und liegt zwischen der nördlich gelegenen Insel Menorca und den südlicheren Inseln Ibiza und Formentera.

Melanie filmt den Flughafen-Bereich

Foto: Die ersten Filmaufnahmen auf dem Flughafen beim ersten Tageslicht.

Raus aus dem Flugzeug und die typische Meeresluft eingeatmet. Herrlich! Mit Bussen geht es vom Flugzeug zum Terminal, rasch das Gepäck vom Förderband geholt. Daß es fast 15 Minuten gedauert hat, bis die Anzeige auf das entsprechende Band hinwies, sei nur kurz erwähnt.

Auffallend, daß der gesamte Terminal förmlich mit TUI-Werbung zugepflastert ist. Ein untrügliches Zeichen, daß sich diese Insel fest in Urlauber-Hand befindet.

Die Busse der TUI, die die Ankommenden zu den Hotels bringen, stehen aufgereiht direkt vor dem Ausgang. Unserer war rasch gefunden. Nach fast einer dreiviertel Stunde warten, weitere Urlauber anderer Flüge stiegen zu, ging es los. Zielsicher steuerte der Spanier am Lenkrad den Bus auf die Stadtautobahn, die Palma zuerst östlich dann nördlich umschließt. Wir bekommen einen ersten, wenn auch nicht besonders schönen Eindruck von der größten Stadt auf Mallorca, da diese Strecke meist durch Wohnsilo-Vorstadtbereiche und Industriezonen führt. Egal, es ist hier um einiges wärmer als zu Hause und strahlend blauer Himmel sorgen für gute Stimmung.

Unser Ziel, das Hotel RIU Camp del Mar (mit 4 Sternen oder 4 Sonnen, je nach Beschreibung) direkt an der gleichnamigen, bekannten Bucht, liegt genau westlich von Palma zwischen Paguera und Port d´Antratx im westlichsten Teil Mallorcas.

Da die Autobahn bis nach Paguera führt und die verbleibenden Kilometer rasch abgespult werden, sind wir nach nur etwas mehr als 30 Minuten beim Hotel angekommen.

Ein erster Blick auf die Bucht und das Meer - herrlich! Gleich zur Rezeption, wo man nur schnell die Pässe und Buchung entgegennimmt, die All-Inclusive-Bänder aushändigt und zum späten Frühstück in den Speisesaal bittet, der etwas sehr sachlich (um nicht lieblos und ungemütlich zu schreiben) ausgestattet ist. Auch ich aß ein wenig, mein Hunger war schon sehr groß - ein Fehler, wie sich bald herausstellte.

Zurück an der Rezeption erhielten wir die Zimmernummer samt entsprechender Key-Card. Zimmer im 6. Stock mit seitlichem Blick zum Meer. Wir waren gespannt. Ein Blick auf die Uhr zeigt uns noch nicht mal Mittag. Vor weniger als 6 Stunden waren wir noch in München.

Das Zimmer war in Ordnung - groß genug und sauber, wie auch das Badezimmer. Alles vorhanden, was man braucht (oder auch nicht): Zimmersafe, kleiner Kühlschrank (leer), kleiner TV, Telefon und Radiowecker. Die Air-Condition war an - typischerweise zu kalt gestellt, was gleich korrigiert war. Nun noch rasch einen ersten Blick vom Balkon...

die Hotelanlage des RIU Camp del Mar

Foto: Erster Blick von unserem Balkon auf die Hotelanlage des RIU Camp del Mar mit dem Outdoor-Pool und der kleinen Bucht Camp del Mar.

Nun merkte ich, daß mich langsam die Kräfte verließen. Die vergangene Nacht hatte mich doch sehr geschlaucht, und der kurze Schlaf während dem Flug war nicht genug. Außerdem machte sich mein Inneres wieder bemerkbar. Das Frühstück wollte wieder... mich ärgern. Grrrr.

Für mich, Günther, war damit Bettruhe angesagt, Urlaub hin oder her. Mit ein paar Tabletten ging es in die Horizontale und schnell ins Land der Träume.

Melanie schnappte ihre Filmkamera und erkundete das Umfeld des Hotels - Pool, Tagesbar, Sonnenterrasse, Strandpromenade und den Sandstrand. Die Fotokamera hatte sie nicht dabei, dadurch gibt es erst auf der morgigen Seite Bilder davon.

Gegen 18 Uhr wachte ich kurz auf, als Melanie zurück kam, um den Verbleib im Bett festzulegen. Der erste Abend sollte so an mir vorüber gehen. Auch Melanie, die wegen mir die letzte Nacht auch kaum Schlaf bekommen hatte, strich bald die Segel und begleitete mich ins Land der Träume.

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